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Es ist kalt.

Der von den Straßen Detroits geräumte Schnee türmt sich zu kleinen Bergmassiven und in den Messehallen der North American International Auto Show feiert ein knall-oranges Konzeptfahrzeug seine Weltpremiere, mit dem auf verschneiten Straßen viel Fahrspaß aufkommen würde. Denn der Kia GT4 Stinger entlässt 315 PS/232 kW allein an die Hinterachse. Als 2+2-Sitzer ist er „puristisch und schlicht“, wie Tom Kearns, Chefdesigner des Kia Design Center America, verrät. „Er ist ein Sportwagen, der im täglichen Straßenverkehr sofort ins Auge springt und der auch auf der Rennpiste eine gute Figur macht. Damit knüpft er an jene Zeit an, in der Autofahren ein intuitives, sinnliches Erlebnis war, das noch nicht durch elektronische Gimmicks gedämpft wurde.“

Mit der auffälligen Sportwagen-Studie GT4 Stinger gab der koreanische Autobauer Kia auf der Automesse in Detroit (Jänner 2014) einen möglichen Ausblick auf einen Sportler, der vor allem auf den amerikanischen Markt zielen soll. Und – er zog viele Blicke auf sich, es wurden noch mehr Fragen gestellt und so mancher US-Boy würde gerne sein Garagentor für den GT4 Stinger bereitwillig öffnen. Zweieinhalb Monate später – der Autosalon in Genf und dass selbe Bild, den GT4 Stinger betreffend. Großes Interesse und allgemeiner Tenor: Kia traut sich was, Gut so! Klar und schnörkellos ist der Flachmann gezeichnet – das Team von Peter Schreyer hat einmal mehr Hand angelegt. Unter der von zwei Luftauslässen geprägten Motorhaube arbeitet ein 2,0 Liter großer Turbo-Benziner mit vier Zylindern.

Die Rennversionen des Kia Optima verfügen über den gleichen Motortyp, der mehr als 400 PS/294 kW mobilisieren kann“

erläutert Kearns. Für die richtige Gangwahl muss der Fahrer des Kia GT4 Stinger selbst sorgen. Das Sechsgang-Schaltgetriebe, 20 Zoll große und 27,5 Zentimeter breite Reifen sind ebenso an Bord, wie 15 Zoll große, zweiteilige und gelochte Bremsscheiben mit Vierkolben-Bremssätteln.

Der Einsatz von Karbon

erhöht die Verwindungssteifigkeit ebenso wie die Stabilität der Kia Studie und hilft das Gewicht reduzieren. Der 4,31 Meter lange, 1,89 Meter breite und 1,25 Meter hohe Sportler verfügt über eine Doppelquerlenker-Radaufhängung und vertikal positionierte LED-Scheinwerfer. Die schlitzförmigen Aussparungen in den A-Säulen sollen zu einem Gewicht einsparen und zum anderen dem Fahrer die Möglichkeit einer 270-Grad-Rundumsicht einräumen. Wie es sich für einen echten Sportwagen gehört, ist sein Triebwerk hinter der Vorderachse eingebaut (Frontmittelmotor).

Im Innenraum

geht es praktisch zur Sache. Hier kommen rennsportähnliche Lederschalensitze, Gummimatten statt Teppiche und ein unten abgeflachtes Lenkrad zum Einsatz. Die Schlaufen, welche die Türgriffe ersetzen, runden das sportliche Bild ab. Dass es trotz der fehlenden Musikanlage keinesfalls zur Langeweile kommt, dafür sorgt schon der Motor. Oder wie es Tom Kearns auch gern formuliert: „Das Audiosystem sitzt unter der Haube und die Lautsprecher sind die Endrohre…“

Im koreanischen Headquarter ist zum Thema GT4 Stinger zu vernehmen: Man würde dieses Concept Car gerne auf die Straße bringen und prüfe derzeit, ob es auch eine Chance gibt, ihn im finanziell grünen Bereich auch abzusetzen. Dies sollte doch möglich sein und bitte, bitte – lasst ihn so auf die Menschheit los, wie er jetzt aussieht – wunderschön brutal!

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