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Testtagebuch – Kia Sportage

Egal, ob jung, alt, männlich oder weiblich – es gibt kein genaues Merkmal für den typischen Sportage-Fahrer – er begeistert die Gesellschaft, nicht ohne Grund ist er eines der wichtigsten Kia-Modelle am Markt. Der SUV startet in die vierte Generation und steht auf einer neuen Plattform. Das Design wurde sowohl außen, wie auch innen aufgefrischt. Die Tigernase an der Frontpartie überarbeiteten die Designer ebenfalls, diese bewirkt ein einzigartiges Auftreten im Rückspiegel. Die Bi-Xenon Lichter mit Kurvenlicht-Funktion sind schmäler und länglicher angeordnet.

Wählt man die GT-Line-Ausstattung, wird man mit 19-Zöllern, einer doppelflutigen Auspuffanlage und den LED-Nebelscheinwerfern in Eiswürfelform (Ice-Cubes) beglückt.

Öffnet man die Türen mittels Smart Key und nimmt auf den lederbezogenen Sitzen (belüftet und beheizbar) eine Stufe weiter oben Platz, kommt man ins Staunen, denn die Ingenieure holten den letzten Schliff aus ihrem flotten Vierer heraus. Mit dem D-förmigen Dreispeichen-Multifunktionslenkrad (beheizbar) werden die Kurven angesteuert, schwarzer Klavierlack und Softtouchmaterialien lassen den sportlichen SUV sehr erhaben wirken und erhöhen die Haptik-Freude. Das Cockpit wirkt übersichtlich und eleganter als je zuvor, sogar ein schwarzer Dachhimmel und ein elektronisches Schiebedach sind an Bord. Die Knöpferl-Armee überfällt das Auge erst auf den zweiten Blick, aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit.

Gestartet wird ebenfalls schlüssellos, ein Knopfdruck reicht, dann legt man mittels Wahlhebel die Position D ein und allradelt los – mittels neuem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Ist man unterfordert, kann man natürlich auch per Schaltpaddles am Lenkrad alle Sieben durchsortieren. Ob man, den Sportage mit Front- oder Allradantrieb bewegt, bleibt einem selbst überlassen, drückt man die Lock-Taste, bleibt der Vierradantrieb aktiviert – auch nach dem nächsten Motorstart.

Zwischen Drehzahlmesser und Tachometer befindet sich ein 4,2 TFT-LCD-Bildschirm, welcher genaue Informationen über die Fahrt an den Lenker weitergibt. Längs- und Querparklücken werden mittels dem Smart Parking Assistent (SPAS) angesteuert – schont den Lack. Einparken in kleine Lücken fällt dank der Rückfahrkamera kinderleicht, trotz der minimierten Sicht nach hinten. In der Windschutzscheibe ist ein Sensor für den Fernlichtassistenten (HBA) und das Tempolimit-Informationssystem (SLIF) eingebaut. Dieses System erkennt Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote und zeigt diese am riesigen Screen, welcher in der Mitte platziert wurde. Darüber hinaus verfügt dieses Programm über Live-Verkehrsmeldungen, einen Radarwarner, einer lokalen Suche und einer Wettervorhersage – die Oberklasse ist nahe.

Auch im Fond und Laderaum geht es prächtig weiter. Die Passagiere auf der Rückbank haben die Chance ihren Allerwertesten an kalten Tagen zu wärmen, von Platzmangel ist weit und breit keine Spur, auch die Ablagemöglichkeiten fallen geräumig aus. Eine Reihe dahinter, darf man das Ladevolumen von 491 Liter bewundern, klappt man die Rückbank im Verhältnis 60:40 um, erhöht man auf 1.480 Liter – da steht dem Sonntagsausflug mit der ganzen Family also nichts mehr im Wege. Im Notfall senkt man den zweigeteilten Kofferraumboden um 98 mm ab und gewinnt weitere 12 Liter.

Viele Assistenzsysteme helfen auch im Sportage

Als Kirsche auf dem Sahnehäubchen sind nochmals vier Assistenzprogramme behilflich. Der Notbremsassistent (AEB) erkennt vorausfahrende Fahrzeuge und Fußgänger, der Fahrer wird durch ein Signal gewarnt, greift dieser nicht oder zu spät ein, bremst das Fahrzeug automatisch, um einen Unfall zu vermeiden. Der Totenwinkelassistent (BLIS) warnt vor nähernden Fahrzeugen (bis zu 70 m auf der Parallelspur) mit einem orangenen Blinklicht im Seitenspiegel. Der Querverkehrsassistent (RCTA) lässt den Fahrer über annähernde Fahrzeuge beim Ausparken informieren und zuletzt ist noch der Spurhalteassistent (LKAS) an Bord, welcher beim Verlassen der Spur schimpft wie ein Rohrspatz und in die Lenkung greift, um das Fahrzeug zurück auf die Spur zu ziehen. Nerven einen diese intensiven Reaktionen, kann man die elektronische Hilfe auch mittels Schalter deaktivieren.

Der Sportage der vierten Generation sieht nicht nur besser als je zuvor aus, nein er fährt sich auch dementsprechend. Die neue Lenkung fühlt sich noch sanfter an, ist aber trotzdem um einiges direkter als beim Vorgänger. Der 1,6 Liter Turbo-Benziner sorgt mit seinen 177 PS für ausreichenden Durchzug, von 1.500-4.500 U/min – liegen 265 Nm an, wählt man den sportlichen Modus, dreht das DCT-Getriebe die Gänge flott aus und sorgt für 9,1 Sekunden auf die dreistellige Geschwindigkeit.

Eines muss klar sein, der Sportage – weil eben ein SUV – ist sicherlich nicht der klassische Kurvenräuber. Auch nicht der Moderne. Bei nasser Fahrbahn selbst werden seine Aufgaben tadellos umgesetzt und er sorgt auch dafür, dass man bei schlechten Witterungsbedingungen dank des Vierradantriebs wie auf Schienen aus der Kurve Beschleunigen kann.

Die Bremsanlage arbeitet bereits beim kurzen Betätigen des Pedals und verzögert schon mit ein wenig Druckstufe die Geschwindigkeit des knapp 1,6 Tonnen-Riesen.

Mit der umfangreichen GT-Line Ausstattungslinie darf man den Benziner mit dem DCT7-Getriebe um € 42.490,- beim Händler abholen, natürlich mit sieben Jahren Garantie.

BEST OF THE BEST

Kia Motors hat seinen Ruf als Marke mit hochklassigem Design einmal mehr untermauert: Beim Designwettbewerb „Red Dot Award: Product Design 2016“, einem der größten internationalen Produktwettbewerbe der Welt, wurden mit dem Kompakt-SUV Kia Sportage und der Mittelklasselimousine Kia Optima beide aktuellen Modellneuheiten des Herstellers mit dem begehrten roten Punkt ausgezeichnet. Die hochkarätig besetzte Jury prämierte den Kia Optima sogar mit dem „Red Dot: Best of the Best“, dem höchstem Preis des Wettbewerbs, der für wegweisende Gestaltung vergeben wird und den nur die jeweils besten Produkte einer Kategorie erhalten. Die neuen Modellgenerationen des Kia Optima und des Kia-Bestsellers Sportage sind seit Jänner 2016 im Handel. Mit den jetzigen Auszeichnungen konnten beide Modelle ihre Red Dot Awards „verteidigen“ – schon 2011 erhielten die vorigen Generationen von Kia Sportage und Kia Optima den roten Punkt, und schon damals wurde die Limousine mit der höchsten Auszeichnung „Best of the Best“ prämiert. Seit 2009 mit dem Kia Soul das erste Kia-Modell in diesem Wettbewerb erfolgreich war, gewann das Kia-Design insgesamt 15 Red Dot Awards – heute kann jedes Modell der aktuellen Kia-Palette einen „roten Punkt“ vorweisen.

„Auf diese jüngsten Auszeichnungen kann unser weltweites Design-Team wirklich stolz sein. Denn schon die ersten Red Dot Awards für den Kia Sportage und den Kia Optima waren große Erfolge. Es ist eine ganz besondere Leistung, ein erstklassiges, preisgekröntes Modell so weiterzuentwickeln, dass auch das neue Design die Expertenjury dieses weltweit renommierten Wettbewerbs überzeugt“, sagt Peter Schreyer, Präsident und Chefdesigner der Kia Motors Corporation und der Hyundai Motor Group. „Die beiden Preisträger sind zwei wichtige Modelle für unsere Marke. Der Sportage ist seit langem der Kia-Bestseller in Europa. Und der Kia Optima, der weltweit ebenfalls zu den meistverkauften Kia-Modellen gehört, verkörpert in besonderer Weise die Entwicklung unserer Marke: Die dritte Generation der Limousine wirkte 2010 wie ein Katalysator für den designgetriebenen Wandel der Kia-Modellpalette in den folgenden Jahren. Sowohl der neue Kia Sportage als auch der neue Kia Optima heben sich durch ihr klares, markantes und sportlich-elegantes Außendesign deutlich von anderen Modellen in ihrem Segment ab. Und hinzu kommt in beiden Fällen ein völlig neu konzipiertes Interieur auf Premium-Niveau, mit einem modernen, horizontal ausgerichteten und sehr ‚aufgeräumt’ wirkenden Design.“

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