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KIA cee`d 1,0 T-GDI PLATIN ECO DYNAMICS

Wir schreiben 2016. Der in Europa designte, entwickelte und produzierte fünftürige C-Klasse Kompaktwagen Kia cee´d fährt – bereits in der dritten Generation – sehr erfolgreich über unsere Straßen. Kia hat damit seine Bestsellermodellreihe cee’d in allen Bereichen überarbeitet. Vom Außendesign und Interieur über Antriebs­palette und Fahrwerk bis zur Integration neuer Komfort- und Sicherheits-Technologien. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die modifizierte Front- und Heckansicht, sowie ein 1,0-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung, welcher mit der Modellbezeichnung T-GDI in den Handel kam.

In der Modelllinie Platin zeigt sich der Kia cee`d beinah schon überkomplett ausgestattet. Neben den sportlichen 17zöllern – Dimension 225/45 R17 – umfasst die Detailausstattung auch Xenonscheinwerfer mit Waschanlage, LED-Tagfahrlicht und Rückleuchten, Außenspiegel elektrisch verstellbar, beheizbar, anklappbar, mit Bodenbeleuchtung ausgestattet und integrierten Seitenblinkern, abgedunkelte Seitenscheiben ab der 2. Sitzreihe und Heckscheibe. Das Außendesign wird hier allerdings noch durch ein optionales Panorama-Glas-Hub-Schiebedach ergänzt.

Ein Jahr Testbetrieb ist lange, es kommt zu zahlreichen Eindrücken über warum und wieso bis aha und darum also.  Die kleinen Spitzen sind folgend nachzulesen.

Montagmorgen. Der Weg über die Tangente ins Büro. Die gute Laune hält sich stets in Grenzen. Der cee’d klappt die Außenspiegel beim Handgriff zur Türschnalle aus (schlüsselloser Zugang) und begrüßt den Morgenmuffel am Steuer mit einer freundlichen Melodie. Der elektrische Fahrersitz steht nach einigen Spielereien im Untermenü in seiner fixen Position und der Dreizylinder knurrt nach dem Knopfdruck auf den Start-Button (ebenfalls schlüssellos) vor sich hin.

Bei diesen herbstlichen Morgentemperaturen wärmt man sich gerne den Allerwertesten auf dem kalten Ledergestühl und die Hände am Lenkrad. Gibt es.

Der nächste Griff dient um das Smart­phone mit der Freisprecheinrichtung zu koppeln und wenn’s im Radio außer Werbung und Verkehrsfunk “Stau auf der A23, danke für diese neue Information” nix spielt, wird die Lieblingsmusik über die sechs Lautsprecher in bester Qualität abgespielt. Es kann aber auch via USB-Stick oder AUX-Kabel die Playlist auf das mittig platzierte Display projiziert werden.

Für längere Strecken, welche nicht alltäglich befahren werden, steht über den 7 Zoll-Bildschirm ein Navigationssystem zur Verfügung (7 Jahre Update). Die Stimme ist angenehm und die Berechnung ist recht flott.

Dass Dreispeichenvolant ist reichlich mit Knöpferln bestückt. Die Lautstärke der Songs und die Auswahl der Lieder kann so getroffen werden, der Tempomat wird auch so eingestellt, Anrufe können entgegengenommen und auch beendet werden. Details im Menü des Bordcomputers werden durchgeklickt. Sogar eine Lenkradheizung steht bei frostigen Tagen zur Verfügung.

Die Materialien im Interieur liegen in etwa gleicher Höhe mit dem Golf. Hie und da sind Hartplastik-Elemente verbaut, die Armaturenlandschaft ist aber mit Softtouch verziert, Chrom- und Klavierlack runden das Haptik-Paket ab.

Hat man die Stau-Zone in aller Früh durchgestanden, hilft der Koreaner beim Parkvorgang mit. Das Smart Parking Assist System (SPAS) hilft nicht nur bei parallel angeordneten Lücken, sondern auch beim Querparken als Ergänzungsfunktion. Ein komplett automatisierter Einparkvorgang ist für dieses Modell nicht vorgesehen.

Zusätzlich helfen die Rückfahrkamera und die Parksensoren an der Front, sowie auch am Heck um das Fahrzeug perfekt zu positionieren. Na bitte, geht ja!

Die Koreaner sind sehr freundliche Leute. Darum bauen sie ihre Autos auch als freundlich Begleiter für den Alltag, den Urlaub, die Dienstreise und den Familienausflug. So wundert es nicht, dass auch der redaktionelle Dauertester ein freundlicher Untersatz ist. So ertönt beim Verlassen des cee´d 1,0 T-GDI eine kurze Melodei, wir konnten es noch nicht erkunden, aber es dürfte das Koreanische “Pfiat di”, möglich wäre aber auch ein “see you later”. Dazu schiebt sich der Sitz – weil technisch voll auf Zack – bis ganz nach hinten, um das Aussteigen zu erleichtern. Irgendwie müssen doch auch die Wohlstands-Rundungen am Lenkrad vorbei, das hat schon was.

Der zu machende Besuch ist kurz – die Erbtant´ lebt eh noch – also zurück zum cee´d, der so scheint`s in freudiger Erwartung die Lichter anmacht und man sitzt – nein – man fällt ins Gestühl, weil – genau ganz hinten. Und dieses bewegt sich jetzt kein bissl. Genau gar nicht. Also den Dreizylinder starten, oder zumindest Strom geben. Dafür muss aber auch der Startknopf gedrückt werden und der ist in diesem Fall für einen 1.65er Mann weiter weg als der nächste Kia-Händler. Gefühlte einige Kilometer. Nach längs verspreizen, sich dabei vorkommen als sei das eigene Fell auf einer Wäschespinne aufgezogen worden – verdammt ich bin noch da drin! Ich lebe noch! – Und mit dem längsten, dem Zeigefinger die fehlenden Zentimeter überwinden – hach! Der Sitz gleitet nach vorne, man rappelt sich zurecht noch bevor der “Arbeitsplatz” ordentlich hingerückt ist und freut sich, jetzt auch mit diesem Kia cee´d endlich fahren zu können.

Das kann nicht sein, sprach unser Oberguru, der von Kia sowieso und dem cee´d erst recht, schwer überzeugt ist. Das kann nicht sein! Und es klang wie ein Gebot – im Sinne: Macht hinne Jungs!

Also: Man gehe per Knopfdruck am Lenkrad ins Menu der kleinen Wiedergabe zwischen den Armaturen. Durchsucht – und findet hoffentlich auch – die Einstellung “Comfort”. Diese wiederum hat eine Leiste namens Sitze und da – müsste dann ein “Hackerl” sein, was offensichtlich so viel bedeutet wie “automatisches Verrücken”. Dieses “Hackerl” wegnehmen und der Sitz befördert Sie, oder unsereins nirgendwo mehr hin, es sein denn man macht es selber, mit dem dafür vorgesehenen Taster links unten an der Seite.

Bei aller Freundlichkeit der Koreaner – es ist schon verdammt gut, wenn man einsteigt und der Sitz ist da, wo man ihn haben will! Wie wir das jetzt – in 2017 zum Testende angekommen – geregelt haben…

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