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Rom als Zentrum der Christenheit

Mittelpunkt der Welt – das war Rom nicht nur in der Antike, zwei Jahrtausende behauptet sich die Stadt nun als Zentrum der Christenheit, als italienische Hauptstadt nicht klein, tummeln sich an Ferienwochenenden gefühlt mehr Touristen im Stadtgebiet als Bewohner. Bereits im 10. Jahrhundert vor Christus war die Gegend der heutigen Stadt Rom mit kleinen Dörfern besiedelt. Dem römischen Dichter Varro zufolge wurde die Stadt im Jahre 753 von den Brüdern Romulus und Remus gegründet. Der Legende nach wurden die Zwillinge als Neugeborene in eine Wanne gelegt und im Fluss Tiber ausgesetzt. Sie überlebten, da sie von einer Wölfin gesäugt wurden und wurden schließlich von einem Hirten gefunden. Was mit einer Kindsweglegung begann, setzte sich actionreich mit Brudermord fort. Als Söhne des Kriegsgottes Mars war ihnen eine gewisse Gewalttätigkeit wohl angeboren. Schließlich erschlug Romulus seinen Bruder Remus im Streit. Bald danach folgte mit dem Raub der Sabinerinnen gleich die nächste Untat. Mit der Zeit dehnte sich das Stadtgebiet über die bekannten sieben Hügel aus, auch die Sümpfe dazwischen wurden nach und nach trockengelegt. Das Forum Romanum, der Circus Maximus und weitere Plätze zeugen heute noch davon.

Die Geschichte Roms

…So kann man sich das Mitführen der heutzutage scheinbar unerlässlichen Plastik-Wasserflasche sparen, denn die kleinen Trinkbrunnen an jeder Ecke funktionieren und liefern feines Trinkwasser. Sie sind überdies clever konstruiert. Drückt man das untere Loch des Wasserhahnes zu, kommt oben ein bogenförmiger Wasserstrahl raus, dann kann berührungslos und hygienisch das Wasser getrunken werden.

Überhaupt ist Wasser ein bestimmendes Element in Rom. Nahezu jeder Platz ist von kunstvollen Brunnen geprägt. Nicht in alle werden Münzen geworfen, wie in den berühmten Trevibrunnen. Auf der langgestreckten Piazza Navona tummeln sich heute Touristen und Souvenirverkäufer. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Platz, der seinen Namen (Nave steht italienisch für Schiff) von der an einen Schiffsrumpf erinnernden Kontur erhielt, zu Festtagen unter Wasser gesetzt. Kleine Barken taumelten dann auf den Wellen, die gute Gesellschaft jagte Kutschen durch das knietiefe Wasser. Der Pöbel durfte zuschauen.

Verwinkelt und doch übersichtlich

Verbunden durch verwinkelte Gassen bildet die Piazza Navona ein Dreieck zusammen mit dem Pantheon und dem Campo die Fiori. Das „Blumenfeld“ ist einer der vielseitigsten Orte der Stadt. Morgens ist der Platz ein riesiger Markt, wo man von Obst und Gemüse bis zum Pantoffel nahezu alles kaufen kann. In der Mittagssonne verwandelt sich dann der Platz in eine Müllhalde, um bei Sonnenuntergang zum Szenetreff zu mutieren. Schicke, junge Leute eilen dann, das Smartphone in der Hand zum Aperitivo. Des Nachts dann eine erneute Wandlung, und der Platz taucht in die Halbwelt ein.

Eine Zeitreise mitten im Jetzt

Ein Aufenthalt in Rom ist kaum möglich, ohne den antiken Relikten die nötige Aufmerksamkeit zu zollen. Forum, Palatin, Circus, das muss man gesehen haben. Am besten besorgt man sich die nötigen Tickets bereits vorab über das Internet, dann spart man sich vor der Zeitreise auch noch das lange Schlangestehen.  Was den Blick des Touristen auf die Schönheiten der Umgebung am meisten beeinträchtigt, sind, wie man weiß, vor allem die anderen Touristen. Wer also Zeugnisse antiker Bildhauerkunst mit Einsamkeit verbinden möchte, der hat einige Möglichkeiten. Einerseits bietet sich die Busfahrt nach Ostia Antica an. Der ehemalige römische Hafen liegt heute ein paar Kilometer landeinwärts. Unter Schirmpinien und begleitet vom Duft der Küchenkräuter kann man hier die Trümmer einer kompletten Stadt bewundern. Meist wird man nur von ein paar Eidechsen begleitet.
Oder, mitten im Stadtgebiet, eröffnet sich mit der Centrale Montemartini die Gelegenheit, die Antike mit der Moderne zu verbinden. Das Gebäude wurde als urbanes Kraftwerk konzipiert und 1912 eröffnet. In den sechziger Jahren wurde das Kraftwerk wieder geschlossen. Seit Ende der neunziger Jahre beherbergt das großzügige Gebäude nun die Skulpturensammlung vom Forum Romanum und Kapitol. Abends finden vor der prächtigen Kulisse manchmal auch Jazzkonzerte statt.

Rom und seine Epochen

Während Rom bereits zur Zeitenwende vor über zweitausend Jahren schon einmal der Nabel der Welt war, geriet die Stadt zwischen dem Niedergang des römischen Reichs und dem 14., 15. Jahrhundert ein wenig aus dem Fokus. Erst mit der Renaissance und den mächtigen Wirtschaftskapitänen jener Zeit, die wie Cesare Borgia auch die Papstkrone trugen, wurde die Stadt wieder modernisiert und weiter ausgebaut. Heute lassen die Paläste und Plätze aus dieser Zeit und den folgenden Epochen bis ins Barock den Glanz jener Jahre noch erahnen.
Zentrum des Christentums und Haupt­stadt des Kirchenstaates war Rom dann, bis 1861 mit der Gründung des Staates Italien die Vormacht des Vatikans auf der stiefelförmigen Halbinsel beschnitten wurde. Heute ist der Vatikan ein Staat im Staat. Wenn die Schweizer Gardisten auch eher als Photomotiv der Touristen fungieren, so zeigen sie zumindest deutlich die Grenze zum Kirchenstaat an. Die Beliebtheit des derzeitigen Kirchenoberhaupts, Papst Franziskus, hat den Besucheransturm auf den Petersdom und die Vatikanischen Museen weiteren Auftrieb verliehen. Die Sixtinische Kapelle mit den berühmten Fresken von Michelangelo muss nun eine eigene Klimaanlage erhalten, damit die Ausdünstungen der tausenden, täglich hier hindurch geschleusten Besucher aus aller Welt, die zarten Farben nicht noch weiter beeinträchtigen. Kaum zu glauben, dass man Ende der 80er-Jahre noch mutterseelenallein durch die weiten Säle und Kapellen schlendern konnte.

Rom vs. Venedig

Hier teilt Rom ein wenig das Schicksal von Venedig. Zuweilen muss man fürchten, dass diese Orte noch an ihrer eigenen Schönheit zugrunde gehen werden.
Doch nun zurück zum antiken Rom. Nein, die Römer waren sicher nicht die Proleten des Altertums. Auch wenn man sich eher an Kriegshandlungen erinnert, so war die Pax Romana über einige Jahrhunderte Garantie für Frieden in Regionen rund um das Mittelmeer, die vor allem auch die wirtschaftliche Entwicklung jener Zeit begünstigten.

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