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Wenn der Soul elektrisch wird

Kia hat sein kultiges B-Segment Modell elektrifiziert und so ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen. Grundstein dafür war das ausschließlich in Korea erhältliche Modell Kia Ray. Mit ihm konnte Kia erste Elektro-Erfahrungen sammeln. Das Ergebnis wird in Österreich im Jänner 2015 bei der Vienna Autoshow seine Publikumspremiere feiern. Aber alles schön der Reihe nach. Als Eckstein für diesen Meilenstein wählte Kia den Soul der neuesten Generation aus. Dank seiner fünf Türen, sowie seines ebenen Ladebodens praktisch, durch seine erhöhte Sitzposition bequem, ist er ja schon ein Publikumsliebling. Gerade deshalb hat Kia die bewährte Karosserieform belassen, jedoch wurde zur Erreichung einer Eigenständigkeit des Soul EV die Front, sowie die Heckpartie leicht abgeändert. Am markantesten sticht einen der durch eine Blende ersetzte Kühlergrill auf. Diese Blende ist vom Fahrgastraum aus zu öffnen und beherbergt die Ladeanschlüsse. Quasi der Tankdeckel.

Moderner Zweifarbenlack

Ein weiteres Indiz für Hochspannung, ist die Zweifarbenlackierung, die das Dach von der unteren Karosserie absetzt. Modifizierte LED Heckleuchten signalisieren das Ende des Souls, während neu designte 16 Zoll Leichtmetallfelgen, welche nicht unbedingt jeden Geschmacksnerv treffen, das passende Gesamtbild abrunden. Völlig neu hingegen präsentiert sich der Unterboden. Abgeändert, um die Lithium-Ionen-Polymer-Hochleistungsbatterie aufzunehmen, welche Kia in Zusammenarbeit mit SK Innovation entwickelt hat.

Hohe Energiedichte des Akkus

Dieser Akku besticht durch seine sehr hohe Energiedichte von 200 Wh/kg, was bei der vorhandenen Kapazität von 27 kWh ein relativ niedriges Gewicht von nur 135 Kilo ergibt. Diese Entwicklung ermöglichte das geringe Leergewicht von 1.490 Kilo. Da ja beim Beschleunigen von Masse Energie verbraucht wird, ist diese Errungenschaft des Gewichtsparens mitverantwortlich für die, für ein leistbares Elektrofahrzeug, hohe Reichweite von bis zu 212 Kilometer. In Vortrieb umgesetzt wird die Speicherkapazität via einem Dauermagnet-Synchron-Elektromotor mit einer Nennleistung von 81,4 kW, sowie einem maximalen Drehmoment von 285 Nm, gekoppelt mit einem einstufigen Getriebe, über die Vorderräder. Der Sprint von Null auf 100 km/h ist somit in 11,2 Sekunden erledigt, während die Höchstgeschwindigkeit bei 145 km/h ihr elektronisch abgeriegeltes Ende findet. Diesen Eigenschaften ist es zu verdanken, dass der Kia Soul EV im alltäglichen Sein auf unseren Straßen ähnliche Fahrwerte wie seine konventionell betriebenen Geschwister aufweist.

 

Begleitet mit einem leisen Surren des Elektromotors, sowie dem Abrollgeräusch der Reifen, fährt es sich im Soul sehr entspannt. Selbst bei Hitze oder Kälte ändert sich diese Entspanntheit dank der üppigen Ausstattung nicht. Platz nimmt man auf belüftetem Ledergestühl mit hervorragendem Komfort und Seitenhalt. Selbst Fondpassagiere brauchen sich dank Sitzheizung im Winter um ihren Allerwertesten keine Sorgen machen. Bei der Symbiose an edlen Materialien gepaart mit dem frischen Design, stellt sich nicht nur Premiumcharakter ein, man findet sogleich eine Weltneuheit. Die Klimaautomatik.

Sie besitzt nicht nur die Fähigkeit, für optimales Klima im inneren des Fahrzeuges zu sorgen, nein, sie kann auch auf Knopfdruck die eingestellte Wunschtemperatur auf den Bereich des Fahrers beschränken. So wird wieder Energie gespart, welche sich in der Reichweite widerspiegelt. Auf selbigem hohem Niveau geht es im Innenraum weiter. Zum einen findet sich ein Display mit organischen Leuchtdioden (OLED) wieder, welches hier erstmals in einem Kia zum Einsatz kommt, zum anderen eine Infotaimenteinheit mit acht Zoll großem Touchscreen, die gekoppelt mit dem Navigationsgerät, einem unter anderem den Radius der Restreichweite inklusive der nächstgelegenen Ladestation anzeigt.

 

Um dem Gesetz beim Telefonieren zu entsprechen, ist eine Bluetooth Freisprecheinrichung mit Sprachsteuerung verbaut, die es ermöglicht, dass die Hände jederzeit fest am beheizten Lederlenkrad verbleiben können. Für den Fall, dass einem die über das digitale Empfangsteil empfangenen Radiosender nicht ausreichen, stehen noch Multimediaanschlüsse zur Verfügung. Die so erzeugten Schallwellen werden sehr sauber über die sechs Lautsprecher abgegeben, welche in den vorderen Türen über LED Leuchtringe verfügen, die über einen Einstellknopf neben dem Lenkrad entweder im Rhythmus der Musik blinken, oder sehr elegant die Farbe wechseln. Damit die dadurch gewonnene gute Laune beim Fahren nicht verloren geht, haben die Ingenieure beim Soul EV gegenüber dem Basismodell einige Änderungen vorgenommen, um den oben erwähnten Energiespeicher ohne nennenswerte Einbußen beim Platzangebot zu verbauen. Im Unterflur-Staufach des Kofferraums findet das Ladekabel Platz. Durch den Einsatz von hochfesten Stählen, sowie konstruktionsbedingten Querstreben, ist die Festigkeit der Karosse sogar um 27 Prozent höher ausgefallen, als beim konventionellen Soul. Diese Steifheit, gepaart mit dem batteriebedingt tiefen Schwerpunkt, sowie einem komfortablen wie sportlichen Fahrwerk, lassen echte Fahrfreude aufkommen.

 

Agilität die Spaß macht

Rückmeldung über den Fahrbahnbelag, sowie Feedback über die Lenkkräfte in Kurven erhält man über die perfekt arbeitende elektrische Servolenkung Flex Steer. So umzirkelt man Kurven auch gerne etwas schneller. Die Summe all dieser Ingenieurskunst verleiht einem Freude am Fahren. Dank der Reichweite beschränkt sich diese nicht nur auf den urbanen Raum. Es sind genauso Wochenendtouren möglich, oder bei exakter Planung sogar Reisen. Um dabei etwaige Fußgänger, die mit der lautlosen Mobilität noch nicht vertraut sind, zu schützen, macht sich der Soul EV nicht nur durch sein LED Tagfahrlicht bemerkbar, sondern er simuliert bis 20 km/h ein Motorgeräusch, um auf sich aufmerksam zu machen. Dies ist speziell auf Parkplätzen bei Schoppingzentren sinnvoll, wenn nicht sogar lebensrettend.

Übersicht auf ganzer Linie

An solchen Orten bemerkt man auch speziell die Übersichtlichkeit, die einem geboten wird. Nicht nur durch die erhöhte Sitzposition, sondern auch durch die Anordnung der Fahrzeugsäulen. Beim Zurücksetzen behält man durch die formschönen elektrisch verstellbaren, beheizbaren sowie anklappbaren, Außenspiegel mit integrierten Blinkern alles im Auge. Zusätzlich erleichtern Parksensoren vorne und hinten, sowie eine Rückfahrkamera jegliche Rangiertätigkeit.

 

Eine weitere Annehmlichkeit bemerkt man beim Aufladen der Batterien. Nicht nur das beim Laden an einem 230 Volt Anschluss der Akku in vier bis fünf Stunden vollständig geladen ist, kann man obendrein noch die Temperatur für den Innenraum sowie die Ladezeit vorwählen. Damit wird die Kapazität der Batterie geschont und gleichzeitig ein Wohlfühlklima erzeugt. An einer Schnellladestation wird 80 Prozent der Batterieressource bereits nach zirka 30 Minuten erreicht. Memoryeffekt gibt es bei dem verbauten Akkutyp keinen. Dies macht ihn auch ideal als Flottenfahrzeug, da auch Kurzladungen ohne Bedenken durchgeführt werden können. Allen Zweiflern, die meinen, das mit den Batterien ist nichts, weil die keine Lebensdauer erbringen, kann der Wind aus den Segeln genommen werden. Sieben Jahre oder 150.000 Kilometer Garantie sind da ein schlagendes Gegenargument. Obendrein ist diese Garantie im Falle eines Autoverkaufs übertragbar.

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