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Das Beste kommt meistens zum Schluss. Mit diesem Motto starten die Jungs von Kia in das vierte Quartal. Der Optima Sportswagon soll nicht nur im D-Segment die Verkaufszahlen summieren, sondern auch den Premiumherstellern die kalte Schulter zudrehen. Er ist der erste Mittelklasse-Kombi von Kia, noch dazu mit umfangreicher Ausstattung und hochwertig verarbeiteten Materialien.

Schlüssellos wird der Lademeister geöffnet, und dann stechen die komfortablen, elektrisch verstellbaren Vollledersitze mit roten Nähten hervor. Besonders in zügig durchfahrenen Kurven bieten diese trotz des Komforts reichlich an Seitenhalt. An heißen Tagen steht sogar eine Kühlfunktion und an kalten eine Sitzheizung zur Verfügung.

Die Instrumentierung ist einwandfrei ablesbar. Die Mittelkonsole, welche auf den Fahrer ausgerichtet ist, wurde mit einem 8-Zoll-Touchscreen versehen, der die einzelnen Funktionen (Radio, Navigation, Rückfahrkamera) integriert.

Sogar eine Bluetooth-Schnittstelle für die Freisprecheinrichtung und Lieblingslieder über das Smartphone steht zur Verfügung. Darüber hinaus können auch ein USB-Stick und ein AUX-Kabel angeschlossen werden. Der Musikgenuss ertönt aus acht Lautsprechern von Harman/Kardon. Auf langen Strecken kann der Ladevorgang des Smartphones kabellos durchgeführt werden (induktives Ladefeld).

Die Materialwahl fällt überraschend hochwertig aus. Überwiegend greift man auf Soft-Touch-Materialien, die billigen Hartplastik-Teile sind kaum bis gar nicht mehr spürbar und Metall-Akzente runden das Paket ab. Das Dreispeichen Lenkrad liegt gut in den Händen und ist an der Unterseite sogar abgeflacht. Die Knöpferl-Truppen halten sich am Volant in Grenzen und sind nach der Eingewöhnungsphase logisch zu bedienen.

Auch in der zweiten Reihe können die Passagiere ihre Beine komfortabel ausstrecken. Personen bis zu 1,85 Meter Größe verfügen über reichlich Kopffreiheit, ohne an das Panoramadach in Quadratmeter-Format zu stoßen. Diese überdimensionalen Platzverhältnisse erinnern schon an Fahrzeuge aus der Oberklasse.

Nicht nur die inneren Werte fallen verblüffend aus, auch das Exterieur überzeugt mit dynamischen und modernen Design. Die scharf gezeichneten Linien und Kanten mit der gestreckten Silhouette lassen den Sportswagon unheimlich sportiv wirken. Besonders die ansteigende Schulter- und die abfallende Dachlinie runden die Karosserie des 4,86 Meter langen Transporteurs enorm dynamisch ab. Die Einzigartigkeit prägt der sogenannte Tigernasen Kühlergrill mit den seitlichen Lufteinlässen in der Frontpartie. Die Scheinwerfer sind bei der GT-Version am neusten Stand der Dinge – sie sind fürwahr mit LED-Technik ausgestattet. Am Heck ist ein prächtiger Heckdiffusor angebracht und lässt die beiden ovalen Endrohre herausragen. Das ist aber mehr als Hingucker-Effekt gedacht.

Ein elektrischer Soundgenerator übernimmt die rotzigen Töne und überträgt sie in den Innenraum. Hinter den 18 Zoll Leichtmetallfelgen stechen rote Bremssättel hervor.

Standardmäßig verfügt der Koreaner über 552 Liter Kofferraumvolumen (42 Liter mehr als die Limousine), wird die dreigeteilte Rückbank (Verhältnis 40:20:40) umgeklappt, dürfen 1.686 Liter, sprich das halbe Vorzimmer eingeladen werden. Übrigens funktioniert die Vergrößerung der Ladefläche mittels Hebel ziehen direkt aus dem Kofferraum. Große Freude kommt bei der sehr niedrigen Ladekante auf, welche das Be- und Entladen vereinfacht. Ein Ladenetz – wie auch ein Aluschienen-System sorgen dafür, dass die sperrigen Güter nicht schon bereits beim ersten Gasstoß kreuz und quer herumkugeln.

Unter der Haube arbeitet ein Zweiliter Turbobenziner mit einem Twin-Scroll-Lader. Dieser ist mit seinen 245 PS und 350 Nm an ein Sechsstufen-Automatikgetriebe gekoppelt, welches die Gänge ziemlich schlagartig einlegt. In 7,6 Sekunden erreicht die Tachonadel die 100er Marke – der Kampf gegen die 1,7 Tonnen ist nur aus dem Stand spürbar. Das adaptive Fahrwerk kann über die einzelnen Fahrmodi zwischen äußerst komfortabel und straff eingestellt werden. Ebenso wirken sich diese auch auf die Lenkung und die Gasannahme aus. Besonders im Sport-Modus reicht die zärtlichste Berührung des Pedals und schon will der Sportswagon vorwärtssprinten.

In der Kickdown-Stellung zickt das Traktioslamperl und die Kraftübertragung überfordert die Vorderräder, da wäre ein Allradantrieb von Vorteil. In schnell gefahrenen Kehren neigt der Lademeister über die Vorderachse zu schieben. Die elektronische Servolenkung ist im schärfsten Modus ziemlich rückmeldungsarm und lässt sich mit mehr Lenkeinschlag korrigieren. Was der Optima an Dynamik vermisst, macht er aber an Komfort wieder gut. Der lange Radstand lässt im Normalmodus selbst die Fleckerlteppich-Freilandstraßen gemütlich befahren.

Eine umfangreiche Zahl an Assistenzprogrammen steht bei der GT-Version zur Verfügung: Spurhalteassistent, autonomer Notbremsassistent (AEB), Smart Parking Asisst System (SPAS) übernimmt den Lenkeinschlag bei Parkmanöver. Der Lenker muss lediglich das Gas- oder Bremspedal bedienen und den jeweiligen Gang einlegen. Weitere Sicherheitstechnologien sind ebenfalls an Board: adaptiver Tempomat (ACC), dieser reguliert die Geschwindigkeit und Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug, Totenwinkelassistent, Querverkehrsassistent (RCTA), Fernlichtassistent und eine 360 Grad Kamera stehen bei der teuersten Version zur Verfügung und sind mit 51.690,- Euro standardmäßig an Board. Die Einstiegsvariante kostet knapp die Hälfte. Freilich sind sieben Jahre Garantie mit im Kaufpreis inkludiert.

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