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Unlängst ereilte uns in der Redaktion ein Anruf der uns staunen ließ.

Wir vom Kia Insider sind für unsere Leser ständig auf der Suche nach interessanten Geschichten. Nun, nach einigen Recherchen und einem Interviewtermin sind wir um eine Erfahrung und eine nette Bekanntschaft reicher. Wir wollen ihnen nun Johann Haas und seine Mission Kia vorstellen.

Herr Haas, zuerst vielen Dank für diesen Interviewtermin. Was uns natürlich brennend interessiert, wie man sich von einem Autokäufer in einen fanatischen Markenbotschafter verwandeln kann. Doch zuerst alles der Reihe nach, erzählen Sie uns von sich.

Nachdem ich auf eine über 43-jährige Erfahrung als Autofahrer zurück- blicken darf, davon ein Gutteil als Berufskraftfahrer, habe ich sehr viele Autos kennen gelernt.

Was haben Sie beruflich getan oder tun es noch?

Ursprünglich habe ich die Tischlerei erlernt, konnte diese aber aus gesundheitlichen Gründen nicht lange ausüben. So habe ich dann von 1971 bis 1977 diverse LKW gefahren, bevor ich 1977 eine Stelle als Chefchauffeur beim Landwirtschaftsministerium angenommen habe. Leider musste ich 1992 auf Grund meines Rückenleidens ausscheiden und wurde quasi in Pension geschickt. Mit 38 Jahren im Ruhestand zu sein ist halt auch ein bissl eine harte Geschichte, vor allem wenn man eine Familie zu versorgen hat. Ich habe dann freiberuflich das Versicherungsgeschäft begonnen.

Das Thema Auto hat sie ja bis heute nicht losgelassen.

Ich hatte schon viele Autos. Angefangen bei einem Renault 8, einen Lloyd 600, DKW F11, diverse Volvos, einen Renault 16, etliche Opel, darunter den ersten in Österreich zugelassenen Astra G 1993. Leider war die Qualität schwankend, zumeist dann, wenn Zulieferer ausgewechselt wurden und noch billigere Teile an einem Modell verbaut wurden. Dadurch, dass ich auch beruflich immer mit Autos zu tun hatte, ist mein Fokus beim Thema Preis/Leistung und Qualität viel stärker ausgeprägt als bei jemandem, der ein Auto hauptsächlich privat nutzt. Ich betreute für das Landwirtschaftsministerium in der Außenstelle Graz fünf Autos, die ich aus Salzburg holen musste und die ich auch immer zum Service in die Werkstatt gebracht habe. Dabei habe ich mir angewöhnt, beim Service immer dabei zu sein.

Warum denn das?

Wenn Sie nach einem Wechsel einer Zylinderkopfdichtung feststellen, dass die Werkstatt vergessen hat, Öl nachzufüllen, dann wird man gegenüber den Leistungen der Mechaniker etwas misstrauisch. Oder wenn Sie bei einem Neuwagen nach einem 1000-Kilometer Service eine Bremsscheibe auf der Rechnung aufgelistet vorfinden, wollen sie sehen, was dort passiert.

In ihrer Auflistung fehlt ja die Marke Kia?

Tja, aufmerksam auf die Marke wurde ich durch meinen Schwiegervater, der noch einen Sportage der allerersten Serie hatte. Er fuhr mich zu der Werkstätte, in der ich wieder einmal einen Bremsscheibenwechsel auf Kulanz durchführen lassen musste. Im Gegensatz zu mir war er mit seinem Auto sehr zufrieden. Da sagte ich mir: warum nicht und legte mir 2005 einen Sportage mit dem 115 PS Dieselmotor zu.

Und wie ging es dann weiter?

Das Styling hat mir sehr gut gefallen, und der Verbrauch war sensationell. Und wenn sich eine Firma sieben Jahre lang volle Werksgarantie zu geben getraut, das heißt nicht nur auf Motor und Getriebe, sondern auf das gesamte Fahrzeug, dann sind die ganz schön überzeugt von ihrem Produkt. Noch dazu ist diese Garantie auf einen Zweitbesitzer übertragbar. Das gibt es sonst nirgends in der Autobranche. Ich hatte auch nie Probleme mit meinem Sportage. Zusätzlich wurde ich sehr gut von Kia betreut. Ich bekomme regelmäßig per E-Mail den Newsletter und da habe ich dann im Jänner 2010 das erste Mal vom Sportage der dritten Generation gelesen. Ein paar Internet-Recherchen später stand für mich fest, den will ich haben. Der Haken war nur, dass der Neue erst im September 2010 auf den Markt kommen sollte. Ich habe mich nicht beirren lassen und habe meinen Sportage gleich bei meinem Händler im März 2010 bestellt. Es gab ja damals noch nicht einmal eine Preisliste oder Informationen zu Ausstattungsdetails. Da alles, was ich zum Autofahren brauchte, in der Active-Pro Ausstattungsschiene vorhanden war, dachte ich mir, es könne nicht so verkehrt sein wieder dieses Ausstattungslevel zu bestellen. Damals wusste ich nur, dass die Produktion im Juni starten sollte, und die offizielle Vorstellung erst am 19. September geplant war. Aber ich habe das Auto trotzdem schon im Juli ausbezahlt und konnte schon am ersten September mit dem allerersten straßenzugelassenen Sportage vom Händlerhof nach Hause fahren.

Stichwort Kundenbetreuung: was unterscheidet Kia denn von anderen Autoherstellern?

Inzwischen kennen mich die Leute bei Kia schon ganz gut. Ich hatte zuerst Probleme mit dem Einbau von einer Standheizung in meinem Kia. Ein halbes Jahr wurde ich von meiner Werkstatt vertröstet. In meiner Verzweiflung schilderte ich das Problem der Zentrale von Kia in Wien. Der Geschäftsführer persönlich rief mich nach zwei Tagen an und nannte mir einen Händler der auch prompt den Einbau auf Kosten von Kia vornahm. Einmal habe ich vergessen, das Innenlicht abzudrehen. Unter Tags ist mir das nicht sofort aufgefallen und als ich nach zwei Tagen meinen Sportage wieder benutzen wollte, hatte ich zumindest die Gelegenheit die Mobilitätsgarantie von Kia zu probieren. Ich rufe also die Hotline an. Eine Dame nimmt meine Daten auf und verspricht einen Rückruf innerhalb von fünf Minuten. Pünktlich auf die Sekunde erhalte ich diesen Rückruf mit der Mitteilung, dass sich binnen einer halben Stunde jemand um mein Problem kümmern wird. Da wusste ich ja noch nicht, dass die Batterie von der Innenraumbeleuchtung leer gesaugt war. Der Pannendienst war auch wirklich innerhalb dieser Zeitspanne zur Stelle und brachte den Wagen rasch wieder flott. Und nicht einmal fünfzehn Minuten später bekam ich wieder einen Anruf von der Dame der Hotline, die sich bei mir erkundigte, ob denn mein Problem gelöst wurde und was denn die Ursache der Panne sei. Sehen sie, das nenne ich vorbildlichen Kundenservice!

 

Ist das der Grund, warum sie mit missionarischem Eifer in ihrer Verwandtschaft und näheren Bekanntschaft die Werbetrommel für Kia rühren?

Nicht nur der vorbildliche Kundenservice ist ausschlaggebend das inzwischen 14 von mir vermittelte Autos von Kia ihre Runden drehen. Auch das momentan modernste am Markt erhältliche Allradsystem von Magna, das im Sportage verbaut ist, dient als nicht unwichtiges Kaufargument. Auch die hohe „österreichische“ Wertschöpfung ist mir wichtig und die Tatsache, dass das Montagewerk in unmittelbarer Nachbarschaft, in der Slowakei, steht und der Kia somit eigentlich ein europäisches Auto ist, sollte nicht unerwähnt bleiben. Und das Preis/Leistungsverhältnis passt absolut. Kia ist nicht billig, aber für das Gebotene fühlt man sich nicht über den Tisch gezogen. Wer nur ein billiges Auto sucht, ist bei Kia falsch. Ich sage mal so, der Sportage ist gehobene Mittelklasse.

Welche Empfehlungen sprechen Sie sonst noch aus?

Die Kia Autos sind die besten Autos, die ich je gehabt habe. Aber man selbst muss auch etwas dazu tun, damit das auch so bleibt. Ich fahre meine Autos immer ein. Die ersten 3.000 Kilometer werde ich nie voll Stoff geben. Auch finde ich, dass es enorm wichtig ist, den Wagen regelmäßig zum Service zu bringen. Ich gehe ja auch regelmäßig zum Arzt. Beim Service achte ich darauf, dass nur die vom Werk aus vorgeschriebenen Schmierstoffe verwendet werden. Und gepflegt gehört ein Auto auch regelmäßig.

Und gibt es irgendwelche Wünsche für die Zukunft?

Wünsche von Kia? Das ist eine Frage, die man mir nicht stellen darf. Ich glaube, dass man mehr in Werbung investieren sollte. Das Image kann man nur durch Werbung aufpolieren. Vor allem die tolle Arbeit von Peter Schreyer – meiner Meinung nach ein Design-Genie – sollte medial mehr gewürdigt werden. Auch vermisse ich das eine oder andere Merchandising Produkt, wie zum Beispiel einen schönen Schlüsselanhänger. Sonst hoffe ich, dass Kia weiter so arbeitet wie bisher und dass Peter Schreyer, trotzdem er die Karriereleiter im Hyundai-Konzern hinauf gefallen ist, nicht auf Kia vergisst.

 

Wir danken für das Gespräch und wünschen Ihnen weiter viel Freude mir ihrem Sportage.

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