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Nach sieben Wochen und achttausendfünfhundert Kilometer durch Nordeuropa nennst du dein Auto beim Vornamen. Du hast ja so viel gemeinsam erlebt …

Auf den Lofoten, eine Inselgruppe in Norwegens Norden, sitzt Rosemarie plötzlich im Wasser. Die Eineinhalbjährige hatte die sanften Wellen am berühmten Ramberg Beach eh im Griff, ihr vierjähriger Bruder wollte sie dennoch retten, gut gemeint und platsch. Es hat sieben Grad, Valentin beteuert die gute Absicht, Rosemarie braucht frisches Gewand.

Zehn Minuten später sitzt sie, wo sie seit Wochen immer sitzt, im Kindersitz hinter dem Beifahrersitz. Des Bruders Beteuerungen dringen derweil von links hinten an des Vaters Ohr. „Alles gut, Valentin“, sage ich mit einem Lächeln und mit dem Blick in den Rückspiegel, wo der trockenen und warm eingepackten Rosemarie die Augen schwer werden. Ich starte den KIA Sportage, unser Transportmittel, das ich Mobil Dick nenne, weil es uns in mittlerweile 35 Tagen von Wien bis zu den Walen Norwegens gebracht hat. Nach wenigen Metern schläft sie, der Bruder wird bald folgen und ich erinnere mich an eines dieser Kindheitsgefühle, trocken gelegt und warm im Auto einschlummern …

Meine Reise mit den Kindern führt von Wien durch Tschechien, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schwedisch Lappland, Norwegen, Dänemark und Deutschland. Eine gewisse Nähe zum Reisegefährt entsteht da schon beim Einpacken. Auf der Suche nach Raum lerne ich jede Nische des KIA Sportage kennen. Winter-, Frühlings- und Sommergewand für zwei Kinder, 360 Windeln und 40 Hipp-Gläser, Spielsachen, Notwendiges und mehr. Wenn du ein Auto so voll packst, wenn du so in seine Winkel eintauchst, dann bist du mit ihm schnell per Du.

Als ich mich zur Abfahrt auf dem Fahrersitz niederlasse, fühle ich mich wie der Pilot einer Expeditionsmaschine. Das Handy, die Trinkflaschen, die Taschentücher, alles bekommt einen Platz, der sich in all den Wochen oft ändern soll. In denen wir zwar fast täglich das Quartier wechseln, aber nie das Auto. Die Kindersitze, das Display des Bordsystems und die Hörspiele, die von meinem Handy via Bluetooth aus den Lautsprechern dringen, das sind die fixen Größen einer langen Reise, die man mit seinen Kindern im Auto unternimmt.

Schneesturm bis Strandleben

Als wir schon am ersten Tag in einen polnischen Schneesturm alias Weltuntergang kommen, wird das freundschaftliche Vertrauen zwischen mit und dem Gefährt erstmals getestet. Der Sportage besteht. Als wir in Litauen auf einer Lichtung picknicken, dient der Kofferraumdeckel als Schattendach. Und als wir in Lettland erstmals die mächtige Ostsee erblicken, ist das Mobil Dick schon auf dem Familienfoto mit drauf.

Rosemarie hat nach wenigen Tagen die perfekten Plätze für die kleinen Bilderbücher, die Stoffkatze und die Trinkflasche gefunden. Valentin kommt im Auto beim Malen zur Ruhe. Das Programm reicht im Baltikum von Windmühlen und Burgen bis zu Bären, Elchen und Luchsen. Das Auto ist der Ruhepol, die notwendige Spielzeit, in der Kinder auf Reisen das Erlebte verarbeiten.

Nach neun Tagen sagt Valentin erstmals, als wir bei einem ziemlich beeindruckenden Meteoritenkrater auf der estnischen Insel Saaremaa ankommen: „Papa, geh du mit Rosie, ich bleibe im Auto.“ Ich grinse.

 

Axel N. Halbhuber ist Journalist und Buchautor. Sein jüngstes Buch „Reisen ist ein Kinderspiel“ inspirierte KIA, ihn und seine Kinder Valentin (4) und Rosemarie (1) für die Reise zu den Walen mit einem KIA Sportage auszustatten.

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