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Kunst, Kultur und Kulinarik bietet die Stadt Padua am Rande der Poebene rund eine halbe Autostunde von Venedig entfernt. Auch das Umland sollte dank verträumter Landschaften, heißer Quellen und einer Vielzahl von Genüssen aus Küche und Keller nicht versäumt werden. „Veneziani gran signori, Padovani gran dottori“, so beginnt ein alter italienischer Auszählreim. Er hat recht: während die hohen Herren immer aus Venedig kamen, war Padua über Jahrhunderte der Think-Tank in der Region des Veneto.

Die dritttälteste Universität Italiens wurde 1222 gegründet und prägt bis heute nicht nur die Innenstadt Paduas, die Bildungsstätte ist immer noch eine der bedeutendsten in ganz Italien. Ursprünglich war die Universität in einem ehemaligen Wirtshaus untergebracht. Daher rührt noch der Name Palazzo Bo, was verrät, dass die Gaststätte zuvor das Wirtshaus zum Ochsen war. Berühmt ist die Universität unter anderem für das Teatro Anatomico. Der anatomische Seziersaal datiert ins 16. Jahrhundert und ist so konstruiert, dass einerseits optimale Sichtbedingungen auf den Seziertisch auch aus den oberen Rängen herrschten, man andererseits das Studienobjekt jederzeit schnell durch ein kompliziertes System von Geheimgängen verschwinden lassen konnte, wenn sich eine priesterliche Razzia ankündigte. Das Öffnen eines Leichnams war nämlich zu jener Zeit von der Kirche unter strengstes Verbot gestellt.

Ein berühmter Vertreter der Universität Paduas war Galileo Galilei, der hier von 1592 bis 1610 hier lehrte und bekanntermaßen ebenfalls mit der katholischen Kirche in Konflikt geriet. Unweit von der Universität befindet sich der Palazzo della Raggione. Der „Palast der Vernunft“ oder im Volksmund auch einfach Salone genannte Bau wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Das heimliche Wahrzeichen der Stadt steht zwischen den beiden Marktplätzen der Kräuter und Früchte (Piazza delle Erbe und Piazza delle Frutte) und beherbergt im Erdgeschoß eine beeindruckende Markthalle. Das Obergeschoß nimmt der ehemalige Rats- und Gerichtssaal, der eigentliche „Salone“, ein. Den Salone überspannt eine komplexe hölzerne Dachkonstruktion, die an einen Schiffskiel gemahnt. Hier ist auch ein Nachbau des Trojanischen Pferdes zu bewundern, der aus der Renaissance stammt. Der Legende nach wurde nämlich Padua etwa 1.100 vor Christus von geflüchteten Trojanern gegründet.

Etwas außerhalb des Zentrums findet man den zur Universität gehörenden botanischen Garten, der auch UNESCO-Kulturerbe ist. Nicht weit davon liegt der Prato della Valle. Im 18. Jahrhundert angelegt, ist der ovale Platz mit seinen Kanälen, Brücken und Parkflächen der drittgrößte Innenstadtplatz Europas, nach dem Roten Platz in Moskau und dem Place de la Concorde in Paris. Keine italienische Ansiedlung ohne sehenswerte Kirchen. Der Schutzheilige von Padua war der Heilige Antonius. Abgesehen davon, dass der aus Portugal stammende Franziskaner ein begabter und überzeugender Redner war, sind nicht allzu viele Wunder überliefert. Unter dem Namen Dolce del Santo gibt es aber in den Konditoreien einen schmackhaften Kuchen, den das Konterfei des Heiligen ziert.

Am Nordrand der Altstadt steht die Scrovegni-Kapelle. In ihr kann man nach recht komplizierter Anmelde- und Eintrittsprozedur Fresken aus der Werkstatt Giottos bewundern. Das Innere dieses Gebäudes ist fast vollständig bemalt, die Fresken wurden über einige Jahre aufwendig restauriert. Neben den weltberühmten Giottos beherbergt die Stadt aber auch noch zahllose unschätzbare Kunstwerke von Tizian, Veronese und nicht zuletzt Giusto de‘ Menabuoi, der Mitte des 14. Jahrhunderts die kleine Taufkapelle neben dem Dom von Padua mit Fresken ausgestaltet hat. Diese Malereien sind kaum weniger eindrucksvoll als die Giottos, können aber in Ruhe ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen und ohne schnatternde Touristenhorde genossen werden.

Renaissance pur bietet die Loggia ed Oeo Cornaro. Einem antiken Theater sowie der Domus Aurea des Kaisers Nero nachempfunden, zeigt der Bau aus dem 16. Jahrhundert mit seinen dorischen Säulen alle Charakteristika für Renaissance-Architektur. Gelegentlich finden unter den Kolonnaden Konzerte statt. Es wäre aber auch nicht Italien, wenn neben dem Geist und der Seele nicht auch noch der Magen auf seine Kosten käme. Das Café Pedrocchi nahe dem Palazzo della Raggione zählt zu den berühmtesten Kaffeehäusern der Welt. Unter den alten Arkaden finden sich unzählige kleine Cafés, Weinbars und Delikatessenläden. Das Meer und die Lagune Venedigs sind noch nah genug, dass Fisch und anderes Meeresgetier auf den Tellern Paduas heimisch sind. Die nahen Colli Euganei und die nicht soweit entfernen Städte Vicenza und Verona tragen zu einer gesteigerten Weinkultur bei. Zwischen 1797 und 1866 stand Padua mit einer kurzen napoleonischen Unterbrechung unter Österreichischer Herrschaft. 1845 wurde als eine der ersten Bahnstrecken Italiens die Strecke Padua–Venedig in Betrieb genommen. Der damit aufkommende Tourismus führte zu einer Wiederbelebung der Kurorte Abano und Montegrotto Terme ein paar Kilometer südlich von Padua.
Thermalwasser in Padua
Die beiden Orte am nördlichen Rand der Euganeischen Hügel sind bekannt für ihre heißen Thermalquellen. Durch den vulkanischen Untergrund gelangt das Thermalwasser, das rund hundert Kilometer nördlich in eine Tiefe von rund 4.000 Meter gedrückt wird, mit einer Temperatur von über 80°C wieder an die Oberfläche. Dem Thermalwasser sowie dem vulkanischen Schlamm wird eine heilende Wirkung bei rheumatischen und Nervenleiden zugesprochen. Das leicht radioaktive, salzige Wasser wurde bereits vor fast 3.000 Jahren genutzt. Zuerst die Euganeer und Veneter, dann die Römer und später die Ostgoten unter Theoderich genossen und bauten die Badeplätze aus. Im Mittelalter geriet die Wirkung des Heilwassers in Vergessenheit. Mit der Eisenbahn kamen auch die großen Kurhotels des 19. Jahrhunderts. Heute ist Abano Terme eine international gut besuchte Kur- und Wellnessdestination. Neben den italienischen Gästen machen Deutsche, Österreicher und in den letzten Jahren vermehrt Russen das Gros der Nächtigungen aus. Abano Terme oder Montegrotto bietet mit seiner Lage sich als idealer Stützpunkt für einen kombinierten Kultur- und Wellnesstrip an. Die Euganeischen Hügel ringsum laden wiederum zum Wandern oder Radfahren ein. Kulturelle Kleinodien wie Este, Monselice oder Arqua Petrarca erfreuen den Geist, exzellente Weingüter und unzählige liebevoll geführte Landgasthäuser den Gaumen der Reisenden.

Etwa zwei Millionen Gäste beherbergt die Kurstadt südlich von Padua jährlich. Heute gibt es in Abano über 80 Hotels unterschiedlicher Kategorien, die meisten mit Kureinrichtungen zur Bade- und Fangotherapie. Unter diesen sticht das Abano Grand Hotel in vielerlei Hinsicht hervor. Das Spitzenhaus der Gruppe GB Thermæ Hotels aus Abano Terme ist nicht nur das führende Haus in Abano, sondern auch das einzige fünf-Sterne-Luxus Hotel in der Provinz von Padua. Es befindet sich im Zentrum der Stadt inmitten eines großzügigen, palmenbestandenen Parks. Das Luxushotel bietet rund 200 Zimmer, das Anti-Aging Thermal Spa ermöglicht den Gästen eine enorme Bandbreite von Behandlungen, die von Shiatsu über Ayurveda bis zur Stone Therapy oder zu speziellen kosmetischen Anwendungen reichen. Eines der bemerkenswertesten Rituale ist die Behandlung mit Biothermalschlamm, der in einer mousseartigen Konsistenz angewandt wird und mit Algen mit Anti-Age-Wirkung angereichert ist.

Big is beautiful: neben dem zuvorkommenden Service ist der verfügbare Raum eine der wichtigsten Annehmlichkeiten im Abano Grand Hotel. Die Zimmer sind je nach Kategorie gut 50 m² groß, im 20.000 m² großen Park kann man unter Palmen jederzeit Ruhe finden, und sich ungestört von allen anderen Gästen zurückziehen. Nicht zuletzt sind die Innen- und Außenbecken der Badelandschaft überaus großzügig dimensioniert. Im klassisch gestalteten Speisesaal und in der James Bond Bar wird jeden Tag aufs Neue unter Beweis gestellt, dass das Abano Grand Hotel auch bei Küche und Keller keine Wünsche offen lässt.

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