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Es ist angerichtet – Erste Bank Open

Dominic Thiem schlägt in der Stadthalle Wien bei den Erste Bank Open auf. Sein erster Gegner: Niemand geringerer als Landsmann Gerald Melzer, ebenfalls auf einem Karrierehoch unterwegs. Die beiden treten auf dem Centre Court an, als zweites Match nach 16:30 Uhr (insgesamt das vierte Match des Tages).

Anschließend versucht Geralds Bruder Jürgen sein Glück gegen den viertgesetzten Roberto Bautista Agut.

Dominic ist in Wien an 3 gereiht. Damit könnte schon im Halbfinale in Andy Murray der schwerste Gegner warten. Sein direkter Konkurrent im Hinblick auf die Barclays ATP World Tour Finals in London, Tomas Berdych, ist hingegen in Wien bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der an 2 gesetzte Tscheche verlor überraschend in drei Sätzen gegen den Qualifikanten Nikoloz Basilashvili. Damit bleibt Berdych nur noch das Masters 1000 Turnier in Paris nächste Woche, um die nötigen gut 300 Punkte auf Dominic aufzuholen. Der Niederösterreicher liegt im „Race to London“ noch immer auf Platz 8 und kann in Wien nun bereits einen großen Schritt in Richtung Tour-Finale machen.

Nachdem Dominics Asien-Tournee auf Grund von Blessuren und einer Krankheit recht kurz und vor allem wenig erfolgreich ausgefallen ist, spielt ihm die aktuelle Schwächephase von Tomas Berdych natürlich in die Hände. Die weiteren Konkurrenten um den letzten Platz für London heißen David Goffin, Marin Cilic und Roberto Bautista Agut, allerdings müssten diese drei in Wien bzw. Basel und anschließend in Paris sehr viele Punkte holen, um überhaupt noch eine Chance zu haben.

„Tie Break Tens“ Sieger

Selbstverständlich ist London für Dominic momentan noch eher im Hinterkopf – als Vollprofi konzentriert sich der österreichische Shootingstar Tag für Tag auf die aktuellen Aufgaben. Und die heißt heute, wie beschrieben, Gerald Melzer. Für den österreichischen Tennisfan ist der „Thiemstag“ ohnehin sehr angenehm angesetzt mit Dominic und den beiden Melzer-Brüdern zur Primetime.

Für Dominic würde nach einem Sieg der Gewinner der interessanten Partie Kevin Anderson – Viktor Troicki warten. Gerade der Aufschlagriese Anderson würde für Dominic sicher keine leichte nächste Aufgabe darstellen. Der nächste gesetzte Spieler wäre im Viertelfinale David Ferrer, woraufhin dann eben der Schotte Andy Murray im Halbfinale eine schwer zu überwindende Hürde darstellen würde. Schwer natürlich, aber nicht unmöglich: In den erstmals in Wien ausgetragenen „Tie Break Tens“ konnte sich Dominic den mit 250.000 US-Dollar dotierten Sieg holen. Während im Semifinale mit Altmeister Goran Ivanisevic schon ein etwas betagter Gegner lediglich 5 Punkte gegen den Niederösterreicher erzielen konnte (5:10), gelangen in der Vorrunde Jo-Wilfried Tsonga (3:10) und Tommy Haas (4:10) sogar noch weniger Punkte. Im Finale wartete mit Andy Murray dann der Topstar der Erste Bank Open. Dominic zog mit einem Blitzstart schnell auf 7:1 davon und ließ Murray dann auch nicht mehr entscheidend näher kommen. Ein gutes Omen für das Turnier!

Am Rande der Erste Bank Open ließ sich außerdem vernehmen, dass Dominic seinen Turnierplan 2017 wohl etwas anders gestalten wird und offenbar auf die für ihn heuer sehr erfolgreich verlaufene Südamerika-Tournee verzichtet. Angeblich steigt er erst in Acapulco zur Verteidigung seines dortigen Turniersiegs ein und spielt davor in Sofia und Rotterdam. Der Hauptvorteil dabei: Dominic könnte zu Saisonbeginn einen Wechsel des Belags vermeiden.

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