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Kia Markenbotschafter Dominic Thiem könnte dieser Tage ganz gemütlich am Strand relaxen und sich von einer anstrengenden Tennis-Saison erholen – hat er doch nach der neuen Nummer 1 Andy Murray im Jahr 2016 die meisten Spiel aller ATP Profis bestritten, es Zeugnis seiner großartigen Leistungen in der heurigen Saison. Wer Dominic kennt, weiß freilich, dass ausruhen nur sehr selten auf seiner Tagesordnung steht: der junge Niederösterreicher tummelt sich viel lieber in der Weltelite seines Sports, nämlich beim ATP World Tour Finals in London.

Zum Saisonabschluss der Herren-Profis sind nur die acht besten Spieler des Jahres zugelassen. Nachdem der ein oder andere vermeintliche Fixstarter wie Roger Federer oder Rafael Nadal verletzungsbedingt absagen bzw. die Saison schon frühzeitig beenden musste, war der Weg für Dominic frei.

Und wie macht sich der Lichtenwörther in London? Nun, besser, als man es als österreichischer Tennisfan hätte erwarten können! Gerade angesichts des Verlaufs der letzten Monate von Dominics Saison, in denen er nicht ganz an die großen Erfolge der ersten Saisonhälfte anknüpfen konnte und teilweise müde und überspielt wirkte. Zudem war der Youngster teilweise auch krank oder angeschlagen. So konnte Dominic sehr zu seinem Leidwesen auch beim ATP 500 Turnier in Wien nicht seine Ziele erreichen und scheiterte früh.

In London dagegen konnte er gleich seinen ersten Satz gewinnen – und das gegen niemand geringeren als Novak Djokovic! Die Art und Weise dieses Salzgewinns (des ersten gegen den Serben) war sehr bedeutsam: nach vielen vergebenen Chancen und einem augenscheinlichen Momentum-Swings zuungunsten des Niederösterreichers im Tie-Break konnte Dominic doch noch den Satz zu seinen Gunsten verbuchen. Vielleicht war danach die Luft raus, jedenfalls hatte er der langjährigen Nummer 1 in der Folge nichts mehr entgegenzusetzen und verlor die Sätze 2 und 3 glatt. Nichtsdestoweniger ein Erfolg: in London zählt jeder gewonnene Satz.

Im zweiten Spiel gegen Gael Monfils, der zeitweise angeschlagen wirkte und humpelte, konnte Dominic erneut den ersten Satz gewinnen, musste allerdings abermals dem zweiten Satz deutlich abgeben. Dieses Mal aber behielt er im dritten Satz die Oberhand und sicherte sich seinen ersten Sieg bei den ATP Tour Finals. Neben 200 Punkten für die Weltrangliste bedeutete dies auch, dass er im dritten Spiel gegen Milos Raonic noch die Chance auf das Semifinale hatte – nötig dafür: ein Sieg, egal wie.

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Entsprechend motiviert startete Dominic in das Match. Gegen den Aufschlagriesen Raonic war klar, dass er sich darauf fokussieren musste, sein Service zu halten. Dies gelang ihm sehr gut, er ließ im ersten Satz keinen Breakball zu. Raonic aber auch nicht, sodass der Tie Break die Entscheidung bringen musste. Nach einem frühen 0:2 Rückstand konnte Dominic viermal in Folge punkten und 4:2 in Führung gehen. Mit einem weiteren Aufschlag hätte er auf 5:2 davonziehen und eine Menge Druck auf den Kanadier ausüben können. Leider gelang das nicht und Dominic gab in der Folge weitere Punkte ab und verlor den Tie Break. Dies war der Knackpunkt im Match: Der Niederösterreicher musste gleich im ersten Spiel des zweiten Satzes erstmalig sein Service abgeben und Raonic transportierte dieses Break wie erwartet über den Verlauf des zweiten Satzes, bis er Dominic sogar ein zweites Mal breakte, direkt zum Matchgewinn.

Nach dieser Zweisatzniederlage, in der Dominic aber durchaus eine ansprechende Leistung gegen einen absoluten Topspieler bot, ist klar, dass er das Halbfinale verpassen wird und seine Saison damit beendet ist. Ebenfalls klar ist aber, dass er dieses hervorragende Jahr als die Nummer 8 der Welt abschließen wird. Wir sagen: Chapeau, Dominic!

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